Warum?

 

 

Vor 350 Jahren hat der große Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz sein Studium an der Altdorfer Universität begonnen. Jetzt erinnert ein Denkmal am Marktplatz an den Naturwissenschaftler, Philosophen, Mathematiker und Rechtsgelehrten.

Der Lions Club hat die Skulptur des Mühlhausener Künstlers Michael Königer der Stadt und deren Bürgern geschenkt. Für die Lions war es an der Zeit, den Bürgern etwas zurück zu geben, die seit der Gründung des Altdorfer Lions Clubs bis heute 260.000 Euro für alle möglichen sozialen und wohltätigen Zwecke spendeten.

Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz wurde  1646 in Leipzig geboren. Sein Vater war Jurist und Professor. Er lebte etwa zeitgleich mit Isaac Newton, England.

1666 wollte er als 20jähriger in Jura promovieren, was ihm in Leipzig verwehrt wurde; er ging nach Altdorf, eine junge aufstrebende Universität und promovierte dort vor 350 Jahren.

Leibniz war der letzte deutsche Universalgelehrte:

  • Philosoph, Theologe, Jurist und Historiker, politischer Berater (z.B. Gründung der Witwen- und Waisenkasse, u.a. Berater von Ludwig XIV)
  • Mathematiker: Beschreibung des dualen Zahlensystems, Entwicklung der Dezimalklassifikation, Infinitesimalrechnung, Matrizen und Determinanten
  • Physiker und Techniker: Pläne für Unterseeboot, Verbesserung der Technik von Türschlössern, Gerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit, Endlosförderkette im Bergbau
  • er verfasste im Laufe seines Lebens ca. 15.000 Briefe mit insgesamt über 200000 Seiten (überwiegend in Latein)

Das Denkmal

Nach ersten Vorüberlegungen im Herbst 2015 diskutierten die Lionsmitglieder Ende Januar 2016 mit dem Mühlhausener Künstler und Steinbildhauer Michael Königer verschiedene Vorschläge für ein Leibniz-Denkmal. Die Wahl fiel auf eine klassische Stelenausführung ohne Schnörkel.

Platzwahl, erste Fotomontagen und die Genehmigung durch den Altdorfer Stadtrat folgten im Frühjahr 2016.

Die feierliche Einweihung des Leibniz-Denkmals fand am 8. Oktober 2016 im Beisein des Staatssekretärs Albert Füracker, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat statt.

Die drei Stelen symbolisieren die unterschiedlichen wissenschaftlichen Fakultäten, in denen sich Leibniz zeit seines Lebens bewegte.

Der Durchbruch zeigt zur Turmuhr des Wichernhauses (leider ist ein Hauseck im Weg)

Die erste Stele zeigt das Sprossenrad, wichtigstes Bauteil bei den ersten Rechenmaschinen, die dritte Stele Null und Eins für das binäre Zahlensystem.

Die Seitenflanken verweisen auf verschiedene wissenschaftliche Themen, die Leibniz zugesprochen werden.

Weitere Informationen

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interessante Links

Informieren Sie sich auch über unsere anderen Aktivitäten: http://www.lions-altdorf.de Der Künstler: http://www.bildhauer-koeniger.de/Bildhauer_Koniger/Dahoam.html Weitergehende Informationen zu Gottfried Wilhelm Leibniz finden Sie unter anderem hier: http://www.wer-war-leibniz.de http://www.leibniz-gemeinschaft.de